Computertomographie (CT)

Ein bildgebendes Verfahren zur Untersuchung selbst allerkleinster Strukturen.

Weitere Standorte für diese Untersuchung:


München:
München Zentrum
ISAR Klinkum
Bogenhausen
Arabellapark

Umland:
Starnberg

 

Was ist eine Computertomographie?

Die Computertomographie (CT) ist ein modernes Verfahren in der diagnostischen Radiologie, welches unter Verwendung von Röntgenstrahlen Schnittbilder der untersuchten Körperregion anfertigt.

Hierbei umkreist eine Röntgenröhre den Patienten, um die vielen Schichtaufnahmen anzufertigen. Es ist ein sehr robustes und wenig artefaktanfälliges Verfahren mit dem jede Körperregion sehr schnell untersucht werden kann. Gegenüber dem konventionellen Röntgen hat es den Vorteil der überlagerungsfreien Darstellung mit hoher Detailgenauigkeit bei der Untersuchung des Skelettsystems und des guten Weichteilkontrastes bei der Untersuchung von Bauch, Lunge und Kopf.

Vor der Untersuchung

Sie werden gebeten, bequeme Kleidung ohne Metallknöpfe oder Reißverschlüsse zu tragen, da Metallgegenstände die Qualität der Aufnahmen beeinträchtigen. Vielleicht müssen Sie auch Ihre Kleidung und Schmuck ablegen.

Im Rahmen einer Operation eingebrachte Metallteile (Zähne, Spangen, Prothesen oder andere Implantate) können die Bildqualität beeinträchtigen, informieren Sie daher vor der Untersuchung ihren Arzt oder die Radiologieassistentin, so dass wir die Untersuchung diesen besonderen Bedingungen anpassen können.

Denken Sie bitte daran, Ihrem Arzt oder der Assistentin mitzuteilen, wenn Sie schwanger sind, eine Untersuchung kann in diesem Fall nur nach strengster Indikation erfolgen.

Wir halten für Sie einen Fragebogen bereit, der vor der Untersuchung ausgefüllt werden muss. Es ist wichtig, dass Sie dieses Formular so genau wie möglich ausfüllen. Die Genauigkeit Ihrer Angaben ist für unsere Planung sehr wichtig, sollten Sie Fragen haben, können Sie sich selbstverständlich jederzeit an uns wenden

Bei einigen CT-Untersuchungen (Bauch und Lunge) müssen Kontrastmittel verwendet werden. Dieses sind flüssige Mittel, die entweder in die Venen bzw. das Blutsystem injiziert werden oder als orales Kontrastmittel zur Vorbereitung auf eine Untersuchung des Bauchraums getrunken werden. Beide Kontrastmittel können gleichzeitig verabreicht werden. Die Kontrastmittel können den Darm markieren und Blutgefäße, Entzündungen oder Tumore besser darstellen.

Die Kontrastmittel sind in der Regel gut verträglich und werden nach ihrer Verwendung nach kurzer Zeit über die Nieren ausgeschieden.

Wenige Menschen reagieren allergisch auf diese Kontrastmittel, daher ist es für uns so wichtig , dass sie den Fragebogen vor der Untersuchung ausfüllen, um mögliche Probleme rechtzeitig zu erkennen.

Auch müssen wir bei der Injektion des Kontrastmittels die Nierenfunktion berücksichtigen, hierzu brauchen wir Ihren Kreatininwert. Dieser Wert sollte nicht älter als 3 Monate sein. Sollten Sie keinen aktuellen Wert haben, gehen Sie bitte zu Ihrem Hausarzt und lassen dort vor der Untersuchung eine Blutabnahme durchführen und den Kreatininwert bestimmen. Bitte bringen Sie das Laborergebnis unbedingt zu Ihrer Untersuchung mit.

Wir benötigen ferner Ihren Schilddrüsenwert (TSH Wert), der uns Aufschluss über Ihre Schilddrüsenfunktion gibt. So können wir kontrolliert das jodhaltige Kontrastmittel applizieren.

Für die spätere Befundung der Aufnahmen ist die Kenntnis der Voruntersuchungen wichtig, bringen Sie bitte Informationsmaterial wie Voraufnahmen oder Berichte von früheren diagnostischen Verfahren (z. B. CT-Aufnahmen, MRT-Aufnahmen, Arztbriefe) am Untersuchungstag mit.

CT-Untersuchungen des Kopfes, des Skelettsystems, der Wirbelsäule/Bandscheiben oder auch der Lunge erfordern keine großen Vorbereitungen.

Falls Ihr Bauch oder Ihr Becken untersucht werden soll, sollten Sie nach Möglichkeit vor der Untersuchung nur eine leichte Mahlzeit zu sich nehmen. Von uns bekommen Sie in der Praxis ein Getränk mit Kontrastmittel, dieses sollen Sie verteilt über einen Zeitraum von 45 min bis zu einer Stunde trinken. Es verteilt sich im Darm und erlaubt so eine bessere Abgrenzbarkeit des Darms.

Normalerweise können Sie alle Medikamente, die Ihnen vorher verschrieben wurden, weiter einnehmen. Sollten Sie Diabetiker sein, ist für uns die Einnahme einer Metforminhaltigen Tablette von Bedeutung. Bitte vermerken Sie dieses Medikament auf dem Fragebogen.

Das Wichtigste im Hinblick auf die Vorbereitungen zu einer CT-Untersuchung ist, dass Sie sich keine unnötigen Sorgen machen. Das Verfahren ist schnell, schmerzfrei und stellt eine hervorragende Diagnosemethode dar.

Der Untersuchungsablauf bei einer Computertomographie (CT)

Sollte die Kontrastmittelgabe notwendig sein, wird Ihnen in der Regel im Untersuchungsraum eine „Nadel“ in eine Armvene gelegt. Sie werden dann von einer Röntgenassistentin auf der Patientenliege in die richtige Position gebracht. Diese bewegt sich langsam in die ringförmige Öffnung des Gerätes hinein. Dieser Ring hat eine Weite von ca. 70 cm und ist somit relativ weit. Viele Patienten, die unter Platzangst leiden unterziehen sich ohne Probleme dieser Untersuchung. Über eine Sprechanlage können sie jederzeit mit der Assistentin reden.

Evtl. müssen Sie Atemkommandos folgen, hier bitten wir Sie, gut mitzumachen und den Kommandos zu folgen, so können Sie helfen, möglichst viele Bilder ohne Bewegungsunschärfe zu gewinnen.

In der Regel können Sie nach 10 min den Untersuchungsraum wieder verlassen, sich ankleiden und im Warteraum Platz nehmen.

Der Radiologe wertet im Anschluss die gesamte Untersuchung aus, dies kann, je nach Körperregion und der Menge der gewonnenen Bilddaten 30-45 min in Anspruch nehmen. Auf Wunsch wird er gerne mit Ihnen die Untersuchungsergebnisse besprechen. Die erstellten Aufnahmen erhalten Sie entweder in digitaler Form oder auf Wunsch auch als Papierausdruck und auf CD. Ein Befundbericht mit den Untersuchungsergebnissen wird Ihrem behandelnden Arzt in der Regel am Folgetag zugeleitet.

Die Gesamtdauer der Untersuchung hängt somit stark von der untersuchten Körperregion und der gewählten Technik ab. Für einfache Untersuchungen z.B. des Skeletts, des Kopfes oder der Lunge sollten Sie einen Zeitraum von 30-45 Minuten einkalkulieren, Untersuchungen des Bauches beanspruchen 1,5 bis zu 2 Stunden.

Wir sind für Sie da.

Keine Angst – die Untersuchung ist schmerzfrei und mit ein klein wenig Mitarbeit Ihrerseits auch gleich vorbei. Sie stehen während der Untersuchung über die Gegensprechanlage in ständigem Kontakt mit dem Personal. Wir sind für Sie da – von A bis Z!

Kurze Untersuchungszeiten und genaue Ergebnisse

Die hohe örtliche Auflösung eines CTs ermöglicht eine sehr gute Visualisierung selbst kleinster Strukturen – wie zum Beispiel der Gehörknöchelchen oder der dünnen Wände der Nasennebenhöhlen. Die sehr kurzen Untersuchungszeiten ermöglichen Herz- oder Lungenuntersuchungen ohne störende Gegebenheiten wie die Atmung oder den Herzschlag.

Hinweise zu den CT-Untersuchungen

Die Computertomographie (CT) dauert in der Regel nur wenige Minuten. Die Patienten liegen auf dem Rücken auf einer Liege und werden während der Untersuchung langsam durch das ringförmige Gehäuse des Geräts geschoben.

Um eine gute Bildqualität zu erhalten, sollte man möglichst ruhig liegen. Aus diesem Grund bitten wir die Patienten, bei einigen Untersuchungen immer wieder einmal den Atem kurz anzuhalten. Während der kompletten Untersuchung werden die Patienten von unserem medizinischen Personal überwacht.

Unsere Radiologen erkundigen sich vor jeder Untersuchung bei allen Patienten ausführlich nach möglichen Gegenanzeigen für eine CT.

Es gibt nur sehr wenige Hinderungsgründe für eine Computertomographie, zumeist aus Strahlenschutzgründen (z. B. bei Kindern oder Schwangeren). In einigen Fällen darf jedoch eine Computertomographie nicht oder nur unter besonderen Vorsichtsmaßnahmen mit Kontrastmitteln erfolgen. Unter anderem bei

  • einer bekannten Überempfindlichkeit gegen jodhaltige Röntgenkontrastmittel
  • bei einigen Erkrankungen, zum Beispiel der Schilddrüse und Nieren
  • bei der Einnahme bestimmter Medikamente

Röntgenröhre und Empfangsdetektoren

Ein Computertomograph besteht aus einer Röntgenröhre und Empfangsdetektoren, die sich sehr schnell um den Körper eines Patienten drehen, während er auf einer Liege langsam durch das ringförmige Gehäuse des Geräts geschoben wird.

Die Röntgenröhre erzeugt einen sogenannten Röntgenfächerstrahl, der den Körper durchdringt und innerhalb des Körpers durch die verschiedenen Strukturen, wie Organe und Knochen, unterschiedlich stark abgeschwächt wird. Die Empfangsdetektoren gegenüber dem Röntgenstrahler empfangen die unterschiedlich starken Signale und leiten sie an einen Computer weiter, der aus den empfangenen Daten Schichtbilder des Körpers zusammensetzt.

Die Computertomographie (CT) und die strahlungsfreie Magnetresonanztomographie (MRT, Kernspintomographie) werden oft als Konkurrenten dargestellt. Wir sehen jedoch beide Methoden als sich ergänzende Diagnose-Maßnahmen.

Je nach zu untersuchender Region, diagnostischer Fragestellung, persönlicher Situation des Patienten etc. entscheidet Ihr behandelnder Arzt in jedem individuellen Fall, welche Diagnose-Methode sich am besten eignet und ob der Einsatz der Computertomographie indiziert ist.

In Notfallsituationen wird zum Beispiel eher eine CT durchgeführt, da sie innerhalb von wenigen Minuten eine Diagnose liefert. Die Untersuchung mittels Kernspintomographie dauert dagegen zwischen 15 und 30 Minuten.

Weitere Untersuchungen, bei denen häufig die CT eingesetzt wird, sind zum Beispiel:

  • Untersuchung von festen Strukturen mit einem geringen Wassergehalt, beispielsweise Knochen oder luftreichen Regionen wie die Lunge
  • Untersuchung bei vielen Erkrankungen im Bauchraum
  • Untersuchungen im Bereich der Schädelbasis, der Nasennebenhöhlen und des Mittelohrs
  • Untersuchung bei Verkalkungen der Herzkranzgefäße
  • Untersuchung bei Patienten mit Herzschrittmachern und eingesetzten Defibrillatoren
  • Untersuchung bei Patienten mit älteren Cochlea-Implantaten (Innenohr-Prothese)
  • Untersuchung bei Patienten mit Metallsplittern im Körper (Granatsplitter, Metallsplitter im Auge etc.)

Die Computertomographie (CT) kommt vor allem bei Beschwerden und Erkrankungen verschiedener Körperregionen zum Einsatz, zum Beispiel bei:

  • der Untersuchung des Kopfes
  • der Nasennebenhöhlen, Schädelbasis und des knöchernen Mittel- und Innenohres
  • der Kiefer und Zähne
  • der Halswirbelsäule und Halsweichteile
  • der Lendenwirbelsäule
  • des Skeletts in Armen und Beinen
  • des Herzens
  • der Blutgefäße
  • der Lunge und Atemwege
  • des Bauchraums und Beckens
  • des Darms (Virtuelle Koloskopie)

Bei bestimmten CT-Untersuchungen ist auch die Gabe eines jodhaltigen, wasserlöslichen Röntgen-Kontrastmittels notwendig. Durch die Gabe des Kontrastmittels über eine Armvene lässt sich die Aussagekraft einer Computertomographie-Aufnahme oft enorm steigern, da sich dadurch die verschiedenen Körpergewebe besser voneinander abgrenzen lassen.

Bei Untersuchungen des Bauch- und Beckenraums muss der Patient vor der Untersuchung oft zusätzlich ein Kontrastmittel langsam trinken.

Die heute verwendeten Röntgenkontrastmittel werden in der Regel von den Patienten gut vertragen.

Informationsblatt zur Einnahme von Kontrastmitteln .pdf

Durch die elektronische Nachbearbeitung der gemessenen Daten entstehen am Computer dreidimensionale Darstellungen des untersuchten Bereiches. Dabei können auch störende Bildinformationen entfernt werden. Das mit dieser Technik erzeugte Bild ist im Vergleich zum üblichen Röntgenbild sehr viel übersichtlicher und wird überlagerungsfrei dargestellt. Die Möglichkeit der dreidimensionalen Darstellung gibt dem Radiologen ein weiteres Mittel für eine zweifelsfreie Diagnose in die Hand.

In unseren Praxen setzen wir hochmoderne Multisclice-Computertomographen (Mehrschicht- oder Multidetektor-Geräte) ein, in denen die Patienten nur einem Minimum von Strahlen ausgesetzt werden. Bei diesen Geräten rotiert das Detektorsystem mehrmals pro Sekunde um den Patienten. Dabei wird die Patientenliege kontinuierlich vorgeschoben. Die dabei gemessenen Informationen beschreiben somit eine Spirale. Diese bei uns durchgeführte spezielle Form der Untersuchung wird „Spiral-CT“ genannt und ermöglicht eine lückenlose Erfassung des Untersuchungsbereichs.

Zudem verfügen unsere Computertomographen über parallele Röhren-Detektorsysteme, mit denen sie mehrere Fächerstrahlen gleichzeitig aussenden und empfangen. So können bei einer Umdrehung bis zu acht Schichtbilder gleichzeitig erzeugt werden. Damit vermindert sich nicht nur die Strahlenbelastung, sondern auch die Untersuchungszeit.

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Unser Empfangsteam hilft Ihnen bei allen organisatorischen Fragen schnell weiter. Gerne beantworten wir auch Ihre medizinischen Fragen – vor und nach Untersuchung.

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